Chronologie des Städtischen Gymnasiums Kamp-Lintfort (1964 – 2004)

 Für die Homepage des Abiturjahrgangs 1974 zusammengestellt von Dr. Albert Spitzner-Jahn, Kamp-Lintfort

Schuljahr 1964/65
Am 9. April findet die Eröffnungsfeier des Städtischen Gymnasiums, dessen Vorgeschichte bis in das Jahr 1959 zurückreicht, in der Turnhalle der damaligen Marienschule an der Vinnstraße statt. Für die in zwei getrenntgeschlechtliche Klassen aufgeteilten 86 Sextaner - 41 Jungen und 45 Mädchen - ist die Teilnahme an dieser Veranstaltung Pflicht. Eingeladen waren die Erziehungsberechtigten, Vertreter der Schulaufsicht und der örtlichen Schulen, des heimischen Bergbaus und der Kirchen. Der Fußboden der Turnhalle war zuvor von städtischen Arbeitern „zur Schonung mit Filzpapier ausgelegt“ worden. Die Festansprache hält der zum kommissarischen Schulleiter bestellte Studienrat Dr. Franz Jankowski († 1966). Ihr folgen Grußworte u.a. von Oberschulrat Hasbach und Schulrat Baumgart. Die musikalische Umrahmung des Festaktes gestaltet das Collegium Musicum der Kamp-Lintforter Volkshochschule unter Leitung von Hanno Zantke.
Am folgenden Tag beginnen der Unterricht und damit der für einige Jahre von Provisorien verschiedener Art gekennzeichnete Schulalltag. Erste Fremdsprache ist Englisch. Unterstützt werden die beiden hauptamtlichen Pädagogen Dr. Jankowski und Dr. Emilie Thomassen († 1992) durch mehrere nebenamtlich tätige Lehrer, die ab 1964 - und teilweise nur sehr kurzzeitig - vor allem Unterricht in den sogenannten Nebenfächern erteilen: Pfarrer Günther Barthel, Egon Blasweiler, Karmeliterpater Paulus ter Doest († 1992), Dechant Wilhelm Fleuth, Heinrich Geurtz, Kantor Johannes Mayland, Volksschullehrerin Helga Pekel, Volksschullehrer Martin vom Scheidt, Volksschullehrer Dieter Sommer und Volksschulrektor Karl-Heinz Termath.

 Am 5. August fordert die Stadtverwaltung vier ausgewählte Architektenbüros zu einem Ideenwettbewerb für den Neubau des Gymnasiums im sogenannten Kamper Dreieck auf. Aus den vorgelegten Entwürfen wird im Dezember in nichtöffentlicher Sitzung und bei Kerzenlicht – im Rathaus war nach einem Kurzschluß der Strom ausgefallen - derjenige des Kamp-Lintforter  Architekten Friedrich Wilhelm Müller ausgewählt, für dessen Realisierung bis 1967 man rund DM 8,4 Mio. veranschlagt.

Schuljahr 1965/66
Das neue Schuljahr beginnt mit 5 Klassen (3 Sexten, 2 Jungenklassen, 1 Mädchenklasse und 2 Quinten) und 168 Schülern, die von zehn Lehrern unterrichtet werden: Oberstudienrat Dr. Jankowski, Oberstudienrätin Dr. Thomassen, Studienrat Karl Imkamp, Studienrat Ernst Halfmann († 1984) und Studienassessor Walter Meurers sowie Johannes Mayland, Paulus ter Doest, Günther Barthel, Werner Sulek († 1977) und Karin Kunath (Hofschen).
Der für den Sommer vorgesehene Beginn des Schulneubaus im sogenannten Kamper Dreieck verzögert sich aus verschiedenen Gründen bis in den Herbst hinein. Insbesondere läßt die erforderliche Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn noch bis zum 4. Oktober 1965 auf sich warten.

Kurzschuljahr 1966
Erstmals wird eine der drei Sexten, die Klasse 5 c, deren Klassenlehrer Studienassessor Dieter Schildt ist, koedukativ unterrichtet. Die traditionelle Trennung in reine Jungen- und Mädchenklassen hätte sich bei 50 Mädchen unter den 113 Neuanmeldungen ohnehin nicht realisieren lassen. Ferner müssen ergänzend Räume in der der Marienschule benachbarten Don-Bosco-Heimstatt sowie im Kindergarten St. Marien für den Unterricht in Anspruch genommen werden.
Am 19. Mai verstirbt Studiendirektor Dr. Franz Jankowski, der zuvor schwer erkrankt war. Die Leitung der Schule übernimmt bis zum Ende des Kurzschuljahres Studienrat Karl Imkamp, der bisherige Vertreter.
Nach vorangegangener öffentlicher und teilweise erregter Debatte erfolgt im Juni der vorübergehende Umzug des Gymnasiums mit seinen nunmehr acht Klassen in das soeben fertiggestellte städtische Schulgebäude Sudermannstraße 4.
Am 14. Oktober wird auf dem Neubau des Städtischen Gymnasiums der Richtkranz angebracht.

Kurzschuljahr 1966/67
Zum 1. Dezember wird Oberstudienrat Hugo Hartfeld aus Rheinhausen, der Mathematik, Physik und Erdkunde unterrichtet, mit der Leitung des Gymnasiums beauftragt. Mit ihm nehmen weitere Lehrer ihren Dienst an der Schule auf, so daß die jetzt 365 Schüler von 16 Lehrern unterrichtet werden.
Am 18. Dezember hat der Schulchor unter der Leitung des Musiklehrers Johannes Mayland im Josef-Jeurgens-Haus seinen ersten öffentlichen Auftritt.
Im Juni 1967 gründet sich der Verein der Freunde des Städtischen Gymnasiums. Dem ersten Vorstand dieses Fördervereins gehören die folgenden Damen und Herren an: Bergwerksdirektor Hermann Busche als Vorsitzender, Studiendirektor Hugo Hartfeld als zweiter Vorsitzender, Prokurist Karl-Heinz Schönfeld als Kassierer, Hans Arno Siemons, Katja Harhoff, Frau Kleifeld, Studienrat Walter Rauhaus, Kaufmann Heinz Krämer und Rechtsanwalt Karlheinz Voß.
Mit dem Ende dieses zweiten Kurzschuljahres ist die Verlegung des Schuljahresendes von Ostern auf den jeweiligen Beginn der Sommerferien durchgeführt.

Schuljahr 1967/68
Der Kultusminister genehmigt durch Verfügung vom 29. August 1967 das Vorhaben, "mit Beginn des Schuljahres 1967/68 dem städt. neusprachlichen Gymnasium ein math.-naturwissenschaftliches Gymnasium anzugliedern". Elternbefragungen hatten die Annahme von Studiendirektor Hugo Hartfeld bestätigt, daß ein Bedürfnis nach einer solchen Erweiterung tatsächlich vorhanden war. Die Schule führt daher fortan die amtliche Bezeichnung "Städtisches neusprachliches und mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium i.E. für Jungen und Mädchen Kamp-Lintfort".
Das schlüsselfertig erstellte neue Schulgebäude Moerser Straße 167, der heutige „Altbau“ mit 29 Normalklassen und neun Spezialklassen, Turnhalle, Gymnastikraum und der von Alfred Brienen bezogenen Hausmeisterwohnung, wird im Rahmen der Aufnahme der 128 neuen Sextaner am 7. September 1967 „in einer schlichten Feierstunde“ seiner Bestimmung übergeben. Die tatsächlichen Bau- und Baunebenkosten lagen bei rund DM 8,9 Mio. Den Schlußabnahmeschein erteilt die Bauaufsicht der Stadt Kamp-Lintfort ohne Auflagen am 21. September 1967. Am 9. Dezember des gleichen Jahres werden die Schule und die „stadthallenartig“ ausgestaltete Aula mit ihren rund 750 Sitzplätzen im Rahmen eines Tages der offenen Tür der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
In diesem und im folgenden Schuljahr werden sechs Klassen der Städtischen Realschule, die unter Raumnot leidet, vorübergehend im Neubau des Gymnasiums unterrichtet.

Die erste – noch namenlose – Schülerzeitung erscheint.

Schuljahr 1968/69
Die Schülerzahl steigt durch die Aufnahme von 221 Sextanern, die auf 5 Klassen verteilt werden müssen, auf 695 an. Zugleich erreichen 61 Schülerinnen und Schüler die 10. Klasse.
Nachdem bereits in den beiden vorangegangenen Schuljahren ein Schülersprecher gewählt worden war, findet am 3. September die erste Schülerversammlung in der Aula statt, auf der zwei Schülersprecher und zwei Verbindungslehrer der Schülermitverwaltung (SMV) gewählt werden.

Schuljahr 1969/70
In diesem Schuljahr gehören bereits 40 Damen und Herren zum Lehrerkollegium, das erstmals nach der neuen „Allgemeinen Konferenzordnung“ einen Lehrerrat wählt. Gleichzeitig beginnen die Vorbereitungen für die Einführung der Oberstufenreform. Aufgrund des enormen Lehrermangels muß der Stundenplan in diesem Schuljahr insgesamt neunmal erstellt werden.
Im Herbst nimmt das Schulorchester mit einer Blockflöten- und einer Orff-Instrumentalgruppe seine Arbeit auf.
Mit der Fahrt von 24 Kamp-Lintforter Gymnasiasten nach Middlesbrough/Teeside in Nordengland beginnt am 12. Juli 1970 die Geschichte des Schüleraustausches am Städtischen Gymnasium. Bald darauf ist eine Gruppe englischer Schüler zu Gast in Kamp-Lintfort.

Schuljahr 1970/71
Der 1969 unter der Leitung des Deutsch- und Philosophielehrers Hartmut Boblitz gegründete Theaterkreis des Gymnasiums tritt am 7. November mit einer Aufführung des Lustspiels „Scapins Streiche“ von Molière erstmals an die Öffentlichkeit. Alljährlich – ab 1972 unter der Leitung von Ingo Platzen - und bis heute schließen sich dieser Premiere neue Inszenierungen an.
Als erster fachbezogener Zusammenschluß von Lehrern des Gymnasiums konstituiert sich die Fachkonferenz Französisch.

Schuljahr 1971/72
Als eine von 30 Modellschulen in NRW führt das Kamp-Lintforter Gymnasium, beginnend in der Jahrgangsstufe 12, die Oberstufenreform nach dem Modell der Kultusministerkonferenz durch. Zugleich wird in der Klasse 9 die enttypisierte Mittelstufe als Differenzierungsbereich eingerichtet.
Gegen Ende des Schuljahres erhalten erstmals 39 Abiturientinnen und Abiturienten das Zeugnis der Reife und feiern das Ereignis gebührend mit einem Umzug durch die Straßen der Stadt. Diese Tradition wird bis heute fortgeführt.
Das Städtische Gymnasium ist nunmehr vollständig ausgebaut und wird Ausbildungsschule im Bereich des Bezirksseminars Krefeld.

Schuljahr 1972/73
Die Schule zählt inzwischen 943 Schüler; davon besuchen 746 die Sekundarstufe I und 187 die Sekundarstufe II. Oberstudiendirektor Hartfeld wird zum 1. November als Oberschulrat an das Schulkollegium beim Regierungspräsidenten in Düsseldorf berufen. Sein Nachfolger wird Studiendirektor Bruno Rickes, der seit 1966 am Kamp-Lintforter Gymnasium tätig ist und die Fächer Erdkunde und Mathematik unterrichtet.
Gegen Ende des Schuljahres geben Schulchor und Schulorchester unter Leitung der Eheleute Barbara und Johannes Zantke das erste gemeinsame Konzert in der Stadthalle.

Schuljahr 1973/74
Die jetzt vorhandenen 31 Klassen mit 1.004 Schülern, die von 54 Lehrern unterrichtet werden,  sind im Schulgebäude kaum mehr unterzubringen. Die anhaltende Raumnot macht die Errichtung eines Erweiterungsbaus erforderlich, mit dessen Realisierung in den Osterferien begonnen wird.
Zum Schuljahresende bestehen 46 Schülerinnen und Schüler - von Waltraud Adameit bis Jürgen Wiesner - das Abitur am Städtischen Gymnasium.
Anläßlich seines 10jährigen Bestehens, das mit einem Schulfest am 12. und 13. Juli begangen wird, gibt das Gymnasium seine erste Festschrift heraus.

Schuljahr 1974/75
Der Anstieg der Schülerzahlen auf 1.036 und verschärfter Lehrermangel bedingen einen erheblichen Unterrichtsausfall sowie die Bildung übergroßer Klassen. So zählen allein 5 Klassen 45 und mehr Schüler. In der Regel können in den Klassen 7 und 8 nur Fächer mit schriftlichen Arbeiten unterrichtet werden; über ein Drittel, zeitweise sogar die Hälfte der regulären Unterrichtsstunden fällt aus. Von den 60 diensttuenden Lehrkräften des Kollegiums sind nur 41 hauptberuflich mit voller Stundenzahl - also mit 24 Unterrichtsstunden pro Woche - an der Schule tätig.

Schuljahr 1975/76
In diesem Schuljahr wird schrittweise der Erweiterungsbau fertiggestellt, so daß nunmehr alle Klassen in angemessenen Räumen untergebracht sind. Am 2. April 1976 bezieht die Städtische Realschule ihren Trakt im Schulzentrum, in dem jetzt insgesamt rund 1.800 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Praktische Probleme insbesondere bei der Zufahrt zum Gebäudekomplex sind die Folge.

Schuljahr 1976/77
Im Februar 1977 beginnt die Kooperation mit dem Gymnasium Rheinkamp im Leistungsfach Sport der Oberstufe.
Im Juni kann der Freundeverein des Kamp-Lintforter Gymnasiums auf eine 10jährige Tätigkeit zum Wohle der Schule zurückblicken.

Schuljahr 1977/78
Bei der Abiturprüfung 1978 wird eine Rekordmarke erreicht: 128 Schülerinnen und Schüler erhalten das Reifezeugnis.

Schuljahr 1978/79
Mit dem Beginn des Schuljahres tritt das Schulmitwirkungsgesetz (SchMG) in Kraft und stellt die Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Schülern auf eine neue und erstmals gesetzlich geregelte Grundlage. Die erste Sitzung der neuen „Schulkonferenz“ findet am 14. September statt. Ferner folgt am 1. Februar das Inkrafttreten der Allgemeinen Schulordnung (ASchO), welche die Rechtsbeziehungen zwischen Schule, Schülern und Erziehungsberechtigten regelt. Schließlich ist fortan die Verordnung über die Bildungsgänge und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO GOst) vom 28. März 1979 zu beachten, die Rechtssicherheit und landesweite Einheitlichkeit in der Oberstufe schaffen soll.

Schulorchester und Theaterkreis begehen ihr 10jähriges Bestehen. Anläßlich des Jubiläums des Theaterkreises erscheint eine Festschrift.

Schuljahr 1979/80
Zum 31. Dezember gibt Oberstudiendirektor Bruno Rickes die Leitung der Schule ab, da er als Leitender Regierungsschuldirektor, wie die früheren Oberschulräte inzwischen heißen, in das Schulkollegium in Düsseldorf berufen wurde. Seine Nachfolgerin wird die bisherige Stellvertreterin, Frau Studiendirektorin Ellinor Kijewski, die seit 1975 am Städtischen Gymnasium die Fächer Deutsch, Erdkunde und Russisch unterrichtet.
Im Frühjahr 1980 wird der erste Schüleraustausch mit der französischen Partnerschule Lycée Guy Môquet in Châteaubriand/Bretagne durchgeführt.

Schuljahr 1980/81
Im ersten Schulhalbjahr nimmt die Schule an dem Erprobungsprojekt „Berufswahlunterricht in der gymnasialen Oberstufe“ teil, das in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Krefeld und der Universität Bielefeld durchgeführt wird.

Schuljahr 1981/82
Ab dem 1. Februar gelten neue Richtlinien für den Unterricht in den Fächern der gymnasialen Oberstufe.
Zur Verbesserung der Zusammenarbeit mit den örtlichen Grundschulen werden im Mai erstmals Grundschullehrerinnen und -lehrer zur Teilnahme von Erprobungsstufenkonferenzen des Gymnasiums eingeladen. Darüber hinaus finden von Zeit zu Zeit Fachgruppengespräche mit Vertretern anderer Kamp-Lintforter Schulen statt.
Am 10. Mai beschließt die Schulkonferenz die Einführung eines zweiten unterrichtsfreien Samstags im Monat.
Im Juli wird anläßlich eines Schulfestes von Mitgliedern des Kollegiums das Stück „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ von Andreas Gryphius aufgeführt.

Schuljahr 1982/83
Aufgrund des geänderten Lernmittelfreiheitsgesetzes müssen in diesem Schuljahr die Eltern erstmals einen Eigenanteil an den Lernmittel in Höhe von DM 34 aufbringen. Die übrigen Schulbücher werden von der Schule nicht mehr übereignet, sondern nur noch ausgeliehen.
Das Städtische Gymnasium Kamp-Lintfort wird als Ausbildungsschule dem Bereich des Bezirksseminars Kleve zugeordnet.

Schuljahr 1983/84
Erstmal seit 1974 geht die Schülerzahl wieder deutlich zurück, und zwar auf 968. Geburtenschwache Jahrgänge rücken nunmehr in die weiterführenden Schulen ein. Gleichzeitig steigt die Zahl der Mitglieder des Lehrerkollegiums auf 67 und damit auf den bisherigen absoluten Höchststand an. Hierdurch wird es zunehmend möglich, kleinere Klassen zu bilden. Neue Lehrkräfte werden der Schule in den nächsten zehn Jahren nur noch in seltenen Ausnahmefällen zugewiesen werden.

Schuljahr 1984/85
Zum 1. August tritt eine neue Versetzungsordnung für die Klassen 5 bis 10 in Kraft, die „Verordnung über die Abschlüsse und die Versetzung in der Sekundarstufe I“ (AVO – S I).
Mit Beginn des Schuljahres wird ein Computerraum mit vier Arbeitsplätzen, ausgestattet mit je einem Apple II, einem Doppellaufwerk und einem Monitor, in Betrieb genommen; das Fach Informatik findet seinen Platz im Differenzierungsbereich der Klasse 9. Schon im Dezember kann die Computerausstattung um zwei weitere Geräte ergänzt werden.
Im September feiert die Schule ihr 20jährigen Bestehen mit der Herausgabe einer Festschrift und einem Schulfest. Seit 1964 hat das Gymnasium insgesamt 3.175 Schülerinnen und Schüler aufgenommen; 1.020 von ihnen empfingen seit 1972 das Reifezeugnis.
Im November gibt sich der Freundeverein der Schule einen neuen Namen. Er heißt nunmehr -  nomen sit omen - „Verein der Freunde und Ehemaligen des Städtischen Gymnasiums Kamp-Lintfort e.V.“.

Schuljahr 1985/86
Erstmals wird der Stundenplan per Computer erstellt.
Eine Gruppe von 25 Mädchen und Jungen der Klassen 9 besucht im Oktober die Kamp-Lintforter Partnerstadt Chester-le-Street., doch bleibt dieser hoffnungsvolle Anfang später leider wieder stecken, da in Chester-le-Street eine passende Schule der vergleichbaren Schulform fehlt.
Am 12. März veranstaltet das Schulorchester ein Konzert mit Werken von Bach und Händel. Solisten sind Olivia Schuh (Klavier), Annette-Barbara Vogel (Violine) und Hans-Peter Westermann (Oboe). Annette-Barbara Vogel wird 1986 Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“.

Schuljahr 1986/87
Im März begeht der Freundeverein sein 20jähriges Bestehen mit einem großen Konzertabend. Unter der Leitung der Eheleute Zantke bringt das Schulorchester Werke von Albinoni, Bach, Haydn und Schubert zu Gehör. Als Solisten treten Schüler und Ehemalige des Gymnasiums auf: Eva-Maria Houben (Klavier), Stefan Riedel (Violine), Andres Spira (Trompete), Annette- Barbara Vogel (Violine) und Dr. Christoph Zantke (Violoncello).
Ebenfalls im März eröffnet im Schulzentrum das Geologische Museum der Stadt Kamp-Lintfort. Ehrenamtlicher Betreuer der Einrichtung ist Leitender Regierungsschuldirektor i.R. Hugo Hartfeld, der das Städtische Gymnasium von 1966 bis 1972 leitete.

Schuljahr 1987/88
Mit „Spielszenen zur römischen Geschichte“ beteiligen sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 b am Römerfest im Archäologischen Park in Xanten. Die Texte hierzu hatte im Vorjahr ein Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 erarbeitet. Das Kamp-Lintforter Gymnasium war unter 17 teilnehmenden Schulen aus NRW und den Niederlanden die einzige aus dem Kreis Wesel.

Schuljahr 1988/89
Als „rollendes Klassenzimmer“ informiert der Informations-Bus der Fa. Siemens eine Woche lang über „Chancen mit Chips“.Mit einem ökumenischen Gottesdienst gedenkt die Schule des 50. Jahrestages der Progromnacht vom 9. November 1938.
 Eine von Sport- und Mathematiklehrer Jürgen Maier betreute Tennis-Schulmannschaft mit den Schülern Aumann, Becker, Böhmer, Lambiris und Opdemom wird beim Landessportfest der Schulen NRW-Landesmeister in der Wettkampfklasse II. Im folgenden Jahr kann dieser Erfolg sogar in der Wettkampfklasse I wiederholt werden.

Schuljahr 1989/90
Die Zahl der Schüler erreicht mit 732 - davon 496 in der Sekundarstufe I und 236 in der Sekundarstufe II - ihren niedrigsten Stand seit dem Beginn des Schuljahres 1969/70. In den folgenden Jahren werden die Schülerzahlen aufgrund einer veränderten demographischen Entwicklung jedoch wieder leicht ansteigen.Mit einem Projekttag am 1. September wird des Kriegsausbruchs vor 50 Jahren und seiner Folgen gedacht.
Zum 25jährigen Bestehen des Gymnasiums tritt im Rahmen eines Schulfestes erstmals die Theatergruppe „Youth Connection" der Roseberry Comprehensive School aus Chester-le-Street mit dem begeistert aufgenommenen Rockmusical „... of magic and kings“ auf. Weitere internationale Begegnungen sind in diesem Herbst ein Besuch sowjetischer Jugendlicher und die erste Fahrt einer Schülergruppe des Gymnasiums nach Cambrai in Nordfrankreich. Gleichzeitig läuft die Partnerschaft mit Châteuabriant mit dem Besuch einer französischen Gruppe aus.

Schuljahr 1990/91
Aufgrund der steigenden Anmeldezahlen können erstmals wieder vier Klassen 5 gebildet werden.
In den Herbstferien gastiert der Theaterkreis in der nordenglischen Partnerstadt Chester-le-Street mit dem Musical „Joseph and the amazing technicolor dreamcoat“ von A.L. Webber und T. Rice.
Die Fachkonferenz Französisch gibt anläßlich ihres 20jährigen Bestehens eine kleine Dokumentationsschrift heraus.
Die Schulkonferenz befaßt sich ausführlich mit den Plänen der Stadt, im Schulzentrum eine Gesamtschule zu errichten und die Realschule auszulagern. Beschlossen wird eine Stellungnahme mit einer Reihe von Anregungen und Bedenken insbesondere zur Raumsituation.
Mit großer Bestürzung und Trauer wird die Nachricht vom Tode des Studiendirektors Walter Rauhaus am 20. Januar 1991 aufgenommen. Rauhaus hatte am Gymnasium seit 1966 Englisch und Latein unterrichtet und war lange Jahre SV-Verbindungslehrer.

Schuljahr 1991/92
Mit 5 Eingangsklassen nimmt die Städtische Gesamtschule ihren Unterrichtsbetrieb im Schulzentrum auf. Vom Schuljahr 1992/93 an wird sie sechszügig geführt werden. Für das Gymnasium bedeutet dies eine beträchtliche Beschränkung des bisher verfügbaren Schulraums; die Realschule wird  ab dem Ende des Schuljahres 1992/93 schrittweise aus dem Schulzentrum ausgelagert werden.
Anläßlich seines 25jährigen Bestehens veranstaltet der Freundeverein des Gymnasiums einen Konzertabend des Schulorchesters in der Stadthalle.
Am Ende des Schuljahres wird Oberstudiendirektorin und Schulleiterin Ellinor Kijewski von der Schulgemeinde in den Ruhestand verabschiedet. Zu ihrem Nachfolger wird Oberstudiendirektor Siegfried Zilske ernannt, der die Schule, an der er bereits seit 1970 in den Fächern Deutsch und Geschichte unterrichtet, bis heute leitet.

Schuljahr 1992/93
Als Auswirkungen des Handlungskonzepts der Landesregierung, eine Konsequenz aus dem sogenannten „Kienbaum-Gutachten“, müssen die Stundentafeln der Klassen 5 bis 10 neu gefaßt werden. Ferner sind die Schülerzahlen insbesondere in den Oberstufenkursen auf durchschnittlich 19,5 anzuheben.
Im Dezember erscheint die erste Ausgabe des neuen Mitteilungsblatts „Schul-Zeit“ mit „Nachrichten für Eltern, Schülerinnen und Schüler, Freunde und Ehemalige“.

Am 12. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, führt das Gymnasium anläßlich der zunehmenden Ausländerfeindlichkeit einen „Projekttag gegen Neofaschismus und Ausländerfeindlichkeit“ durch. Am Ende formieren sich Schüler und Lehrer zu einer Menschenkette um das Schulgebäude.
In einer Pädagogischen Konferenz im März 1993 werden das pädagogische Konzept der Schule diskutiert und wichtige Entscheidungen zur Neuordnung des Wahlpflichtbereichs II in den Klassen 9 und 10, zum Programm der Berufs- und Studienwahlvorbereitung sowie zum pädagogischen Konzept der Erprobungsstufe getroffen.

Schuljahr 1993/94
Nach intensiver Vorbereitung in den Mitwirkungsorganen wird auf Beschluß der Schulkonferenz von diesem Schuljahr an die vollständige Fünf-Tage-Woche für die Sekundarstufe I eingeführt. Für die Sekundarstufe II bleibt es bei der „halben“ Fünf-Tage-Woche, d.h. jeder erste und jeder dritte Samstag sind unterrichtsfrei, um zusätzlichen Fachunterricht an Nachmittagen zu vermeiden.
Die Kooperation mit dem Gymnasium Rheinkamp wird - beginnend mit der Jahrgangsstufe 11 - auf den Grundkursbereich erweitert.
Im Januar findet der erste „Info-Tag der Fach- und Führungskräfte“ als Ergänzung der Berufswahlvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 bis 13 statt.
Zum 1. Februar nimmt nach einer längerer Vorbereitungsphase die Cafeteria des Gymnasiums ihren Verkaufsbetrieb auf.

Schuljahr 1994/95
Erstmals seit 1986 überschreiten die Schülerzahlen wieder die Marke 800. Anläßlich des 30jährigen Bestehens des Gymnasiums erscheint unter dem Titel „Die ersten 30 Jahre“ mit einem Umfang von 144 Druckseiten und einer Auflage von 1.200 Stück die dritte Festschrift zur Schulgeschichte. Ferner findet im September 1994 eine Festwoche statt.
Zum Kollegium gehören jetzt 54 Damen und Herren. Von ihnen unterrichtet nur Musiklehrer Johannes Mayland bereits seit 1964 am Städtischen Gymnasium. Weitere acht Lehrpersonen sind in den Jahren von 1965 bis 1969 an die Schule gekommen. 26 waren beim 10jährigen Jubiläum 1974 schon dabei, und sogar 51 Lehrerinnen und Lehrer gehörten auch beim 20jährigen Bestehen 1984 schon zum Kollegium. Das Durchschnittsalter der Unterrichtenden  liegt bei 48,4 Jahren.
Die Schulkonferenz verabschiedet in ihrer Sitzung vom 27. Oktober eine neue Schulordnung für das Städtische Gymnasium Kamp-Lintfort.
Am Nachmittag des 27. März 1995 reißen starke Sturmböen ein rund 150 qm großes Loch in das Dach des Gymnasiums.

Schuljahr 1995/96

Schuljahr 1996/97 

Schuljahr 1997/98

Schuljahr 1998/99

Schuljahr 1999/00
894 Schülerinnen und Schüler werden im Städtischen Gymnasium unterrichtet.

Schuljahr 2000/01
Anläßlich des Europäischen Jahres der Sprachen übersetzen Teilnehmer eines Latein-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 11 Texte aus dem „Chronicon Campensis“, das im 15. in der Abtei Kamp Jahrhundert entstanden ist und im Pfarrarchiv Liebfrauen Kamp aufbewahrt wird. Die Arbeitsergebnisse werden in Form einer Ausstellung und einer gedruckten Broschüre der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Am Ende des Schuljahres bestehen 66 Schülerinnen und Schüler das Abitur.

Schuljahr 2001/02
Am Städtischen Gymnasium unterrichten 55 Lehrerinnen und Lehrer 872 Schülerinnen und Schüler. Von diesen besuchen 644 die Sekundarstufe I, in der die durchschnittliche Klassengröße bei 26,8 liegt.

Schuljahr 2002/03
Zum Schuljahresende werden Studiendirektor Heinz Cobbers und Oberstudienrat Paul Fronhoffs in den Ruhestand verabschiedet. Sie hatten ab 1968 bzw. 1969 am Kamp-Lintforter Gymnasium die Fächer Mathematik und Physik bzw. Französisch und Geschichte unterrichtet.

Schuljahr 2003/04
Mit der Renovierung der Klassenräume im Nordflügel und der Fassadenbeschriftung findet der II. Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten seinen Abschluß. Der III. und letzte Bauabschnitt gilt dem „Atriumbau“ sowie den Außenanlagen und wird im September 2004 abgeschlossen sein.